Berufsschuhe
Alles rund um Berufsschuhe - welche Schutzklassen es gibt, worauf es beim Tragen ankommt und für welche Arbeitsbereiche sie geeignet sind.
O1 - entsprechen der Norm EN ISO 20347 und bieten grundlegenden Schutz für den Arbeitsalltag in trockenen Umgebungen. Sie verfügen über einen geschlossenen Fersenbereich, sind antistatisch, kraftstoffbeständig und absorbieren Energie im Fersenbereich – ideal für langes Stehen oder Gehen. Die rutschhemmende Laufsohle sorgt für sicheren Halt auf industriellen Böden. O1-Schuhe besitzen keine Zehenschutzkappe und sind nicht wasserabweisend, weshalb sie besonders in Innenbereichen und trockenen Arbeitsumfeldern, wie in der Logistik, im Lager oder in der Pflege, eingesetzt werden.
O2 - baut auf den Eigenschaften der O1-Klasse auf und ergänzt diese um ein wasserabweisendes Obermaterial. Dadurch sind Berufsschuhe der Klasse O2 bestens geeignet für Tätigkeiten im Freien oder in feuchten Arbeitsbereichen, in denen zusätzlicher Nässeschutz erforderlich ist. Auch sie bieten Antistatik, Kraftstoffbeständigkeit, Energieaufnahme im Fersenbereich und rutschhemmende Sohlen. O2-Schuhe bieten damit zuverlässigen Komfort und Schutz bei leichter Feuchtigkeit – z. B. in der Gebäudereinigung, im Handwerk oder bei gelegentlicher Außennutzung.
O6 - ist Teil der überarbeiteten Norm EN ISO 20347:2022 und steht für Berufsschuhe mit erweitertem Funktionsumfang. Sie umfasst alle Merkmale der O2-Klasse – wie Wasserabweisung, Antistatik, Rutschhemmung und Energieaufnahme und erfüllt darüber hinaus strengere Anforderungen an Komfort, Atmungsaktivität und Ergonomie. Je nach Modell können O6-Schuhe zusätzlich über verbesserte Dämpfung, langlebigere Materialien oder auch Durchtrittschutz verfügen. Diese Klasse richtet sich an Anwender, die hohen Tragekomfort mit umfassendem Schutz kombinieren möchten – etwa im Baugewerbe, in der Pflege oder in der industriellen Fertigung.
Sicherheitsschuhe
Hier erfährst Du alles Wissenswerte rund um Sicherheitsschuhe - von Schutzklassen und Normen bis hin zu Materialien und Einsatzbereichen.
Elektrostatische Entladungen stellen für empfindliche Elektronik eine Gefahr da. Deswegen müssen Menschen, die mit solchen Bauteilen arbeiten, elektrostatische Entladungen verhindern. Dafür sorgen unsere ESD-zertifizierten Schuhe.
Alle Sicherheitsschuhe und -stiefel werden gemäß DIN EN ISO 20345 auf Herz und Nieren geprüft und, wenn sie die Anforderungen erfüllen, zertifiziert.
Als Sicherheitsschuhe werden Schuhe bezeichnet, die eine Zehenschutzkappe haben. Diese Zehenschutzkappe muss den Fuß für Stoßeinwirkung mit einer Energie von bis zu 200 Joule bieten und Quetschungen mit bis zu 15.000 Newton widerstehen.
Darüber hinaus müssen die Schuhe folgende Grundanforderungen erfüllen:
an die Reißfestigkeit der Materialien
an die Festigkeit und wasserabweisende Eigenschaften des Schuhobermaterials
an die Dicke und Abriebwiderstand der Materialien
an das Biegeverhalten und die Kraftstoffbeständigkeit der Laufsohle
Im Sicherheitsschuhbereich unterscheidet man vier Schutzklassen, die in Schuhe für den Trockenbereich (Lager, Werkstatt, Industriehallen) bzw. Nassbereich (Baustelle) aufgeteilt sind.
Trockenbereich:
S1 – erfüllt die oben aufgeführten Grundanforderungen. Zusätzlich erfüllen die Sicherheitsschuhe Anforderungen gemäß der Norm in Bezug auf Antistatik und Energieaufnahme im Fersenbereich. Die Laufsohle muss benzin- und ölresistent sein
S1P – verfügt zusätzlich zu den Anforderungen, die S1 Sicherheitsschuhe erfüllen über einen Durchtrittschutz (z.B. ein metallfreier, flexibler Durchtrittschutz wie FAP® oder eine Stahlzwischensohle)
S1PL - die Schutzklasse S1PL steht für Sicherheitsschuhe mit einer textilen Durchtrittschutzsohle, die mit einem 4,5-mm-Prüfnagel getestet wurde. Sie kombiniert alle Basismerkmale der S1-Klasse.
S1PS - die Klasse bietet einen noch höheren Schutz: Auch hier ist eine textile Durchtrittschutzsohle integriert, die jedoch mit einem 3-mm-Prüfnagel getestet wird. Dadurch schützt der Schuh auch bei sehr dünnen, spitzen Objekten zuverlässig.
Nassbereich:
S2 – zusätzlich zu den Anforderungen die S1 Sicherheitsschuhe erfüllen, verfügen die Sicherheitsschuhe der Schutzklasse S2 über ein wasserabweisendes Obermaterial z.B. Leder und einen geschlossenen Fersenbereich
S3 - verfügt zusätzlich zu den Anforderungen, die S2 Sicherheitsschuhe erfüllen, über einen Durchtrittschutz (z.B. ein metallfreier, flexibler Durchtrittschutz wie FAP® oder eine Stahlzwischensohle)
S3L - gehört zur neuen Generation moderner Arbeitsschuhe nach EN ISO 20345:2022. Sie basiert auf dem klassischen S3-Schutzstandard und erweitert diesen um eine textile Durchtrittschutzsohle, die mit einem 4,5 Millimeter starken Prüfnagel getestet wird. Das "L" steht hierbei für "Limited", was auf den standardisierten Perforationsschutz verweist.
S3S - repräsentiert die höchste Form des textilen Durchtrittschutzes im Rahmen der Norm EN ISO 20345:2022. Im Gegensatz zu S3L wird hier die textile Zwischensohle mit einem deutlich dünneren, nur 3 Millimeter starken Prüfnagel getestet – was einen besonders hohen Schutzgrad gegen spitze oder feine Objekte gewährleistet. Der Buchstabe „S“ steht für „Superior“ und macht deutlich: S3S-Schuhe richten sich an Anwender mit besonders hohen Sicherheitsanforderungen.
S5 - gehört zu den höchsten Schutzstufen im Bereich der Sicherheitsstiefel nach der Norm EN ISO 20345 und ist speziell für den Einsatz in feuchten, schlammigen oder stark beanspruchten Arbeitsumgebungen konzipiert. Schuhe und Stiefel der Klasse S5 bestehen in der Regel vollständig aus wasserdichtem Polymermaterial oder Gummi und bieten somit eine geschlossene, vollständig flüssigkeitsdichte Außenhülle – ideal für den Einsatz in der Landwirtschaft, Bauindustrie, Kanalreinigung oder chemischen Industrie.
S7 - bieten alle Eigenschaften der bekannten S3-Klasse: eine 200-Joule-Zehenschutzkappe, antistatische Ausstattung, Energieaufnahme im Fersenbereich, Kraftstoffbeständigkeit der Laufsohle sowie eine durchtrittsichere Zwischensohle. Der wesentliche Unterschied: S7-Schuhe sind vollständig wasserdicht gemäß der Kennzeichnung WR (Water Resistant) – im Gegensatz zur nur wasserabweisenden Ausstattung (WRU) der S3-Klasse. Damit eignen sich S7-Modelle optimal für Arbeitsbereiche, in denen der Schuh regelmäßig mit Wasser, Matsch oder feuchten Böden in Kontakt kommt, zum Beispiel im Tiefbau, Garten- und Landschaftsbau, bei der Gebäudereinigung oder in der Landwirtschaft.
S7S - ist die leistungsstärkere Variante innerhalb der S7-Kategorie und richtet sich an Anwender mit besonders hohen Anforderungen an den Durchtrittschutz in nassen oder kontaminierten Arbeitsbereichen. Sie erfüllt alle Kriterien der neuen Norm EN ISO 20345:2022 und kombiniert diese mit einem besonders intensiven Testverfahren zur Perforationssicherheit. Hier kommen feinere 3-mm-Prüfnägel zum Einsatz.
Der Durchtrittschutz in deinem S3 Sicherheitsschuh bewahrt deine Füße vor schmerzhaften Verletzungen, die passieren können, wenn du beispielsweise auf einen Nagel oder einen anderen spitzen Gegenstand trittst. Um die Sohle deines Arbeitsschuhs undurchdringlich (durchtrittsicher) machen zu können, gibt es zwei Optionen:
Durchtrittschutz aus Metall, z.B. Stahlzwischensohle
- Eine Stahlzwischensohle zeichnet sich besonders durch ihre Strapazierfähigkeit und Widerstandsfähigkeit aus. Sie ist z.B. in den Sicherheitsschuhen der ALBATROS Linie CLEAR TPU (Verlinkung Wörter „ALBATROS Linie CLEAR TPU“, im neuen Tab öffnend, auf https://tc1jpg-ww.myshopify.com/products/gravitation-mid) zu finden, die besonders für die Einsatzbereiche Industrie, Bau, Montage und Fertigung entwickelt wurden.
Nichtmetallischer FAP®-Durchtrittschutz
- FAP ist unser speziell für Sicherheitsschuhe entwickeltes, nichtmetallisches Material aus mehreren Schichten extrem reißfester Textilfasern. Die FAP Zwischensohle bietet dir noch mehr Komfort, Flexibilität, Kälteisolierung, Feuchtigkeitsaufnahme und Stoßdämpfung und ist in den meisten unserer S3 Arbeitsschuhe zu finden.




